- Die wissenschaftliche Lage ist noch unsicher, Studien widersprechen sich.
- MeteoStorms baut eine anonyme globale Datenbasis mit dem Ziel von 100.000 Teilnehmenden auf.
- Nach einigen Wochen zeigt das Journal Ihr persönliches Muster und mögliche Trigger wie den Kp-Index oder Drucksturz.
- Einfache, vorhersageunabhängige tägliche Einträge liefern exportierbare Symptomdaten für Ärztinnen und Ärzte.
Jeden Tag öffnen Tausende MeteoStorms, um zwei Dinge zu prüfen: den aktuellen Zustand des geomagnetischen Feldes und ob dieser mit Kopfschmerz, Müdigkeit oder schlechter Nacht zusammenhängt. Die Frage ist alt und bleibt offen. Wissenschaft liefert keine einheitliche Antwort, Anekdoten liefern viele Behauptungen, und die meisten Menschen geraten irgendwo dazwischen.
Wissenschaftlicher Ausgangspunkt
Wenn Sie die Fachliteratur zu geomagnetischen Stürmen und Gesundheit durchsehen, finden Sie Studien in alle Richtungen. Manche berichten von erhöhten Herz-Kreislauf-Beschwerden, Blutdruckschwankungen oder mehr Migräne bei starken geomagnetischen Ereignissen. Andere finden keinen Effekt. Ähnlich ist es bei Luftdruck und Kopfschmerz: einige Studien sehen einen Zusammenhang mit schnellen Druckfällen, andere nicht. Das liegt nicht an Schlampigkeit der Forschenden, sondern an vier echten Problemen: zu kleine Stichproben, verflochtene Umweltfaktoren, laute Selbstauskünfte und schlicht das Fehlen großer, lang laufender Datensätze.
Unser Ziel und warum Größe entscheidet
MeteoStorms sammelt anonym Zeitreihen von Wohlbefinden, abgeglichen mit objektiven Raumwetter- und Wetterdaten, mit dem Ziel von 100.000 aktiven Teilnehmenden weltweit. Bei großer Stichprobe werden seltene Muster sichtbar, Alters- und Regionenvergleiche möglich, Störfaktoren entwirrt und Erwartungseffekte messbar.
Was Sie persönlich zurückbekommen
Nach einigen Wochen liefert das Journal Ihre persönlichen Statistiken: ob Ihre schlechten Tage mit Kp-Spitzen, Druckstürzen oder gar nichts Umweltbedingtem zusammenfallen. Drei Ergebnisse sind möglich und alle nützlich: ein nachweisbares Muster, kein Muster oder ein anderes Muster als erwartet. Auf dieser Basis erstellt MeteoStorms individuelle Empfehlungen zur Planung und Schlafhygiene, berechnet aus Ihrer Historie, nicht aus allgemeinen Ratschlägen.
Protokoll und Alltagstauglichkeit
Machen Sie täglich einen Eintrag, idealerweise bevor Sie die Prognose sehen, und bleiben Sie mindestens acht Wochen dabei. Das ist die minimale sinnvolle Dauer, damit Muster sichtbar werden. Verknüpfen Sie das Loggen mit einer bestehenden Gewohnheit.
Datenschutz und Grenzen
Die Forschung arbeitet mit aggregierten, deidentifizierten Daten. Standort wird nur auf Stadtebene genutzt. Sie können Ihre Daten exportieren oder löschen. Quellen für geomagnetische Daten sind NOAA SWPC und GFZ Potsdam.
Was das Journal nicht ist
Es ist kein medizinisches Gerät und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Korrelation ist nicht Kausalität. Bei schweren, plötzlichen oder sich verschlimmernden Symptomen suchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Wenn Sie teilnehmen, helfen Sie gleichzeitig sich selbst und einer offenen Studie, die endlich eine belastbare Antwort auf eine jahrzehntealte Frage liefern will.
